Arbeitsgruppe Experimentelle Onkogenomik

Kontakt

Tiroler Krebsforschungsinstitut

 

Abteilung für Hämatologie und Onkologie

Medizinische Universität Innsbruck

 

Anichstrasse 66

6020 Innsbruck

 

Tel: 0043-512-570-48553

Fax: 0043-512-570-25615

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 08:00 bis 16:00 Uhr

 

Personalstruktur

 

  • Leitung

    Priv. Doz. Dr. Gerold Untergasser

  • wissenschaftliche Mitarbeiter

    Dr. Andreas Seeber

   

 

Forschungsschwerpunkte

 

Das Labor für Experimentelle Onkogenomik beschäftigt sich mit der Etablierung von Analysen zur Detektion von Mutationen bzw. der Messung von Biomarkern in Patientenproben (Liquid Biopsies) und der funktionellen Untersuchung von potenziellen Onkogenen in Zellkultursystemen bzw. in vivo Tumor Modellen.

 

Therapie-resistente Tumorzellen verlagern eine soluble Form des Endoplasmatischen Retikulum- (ER) Chaperon-Protein GRP78 auf ihre Zellmembran und sezernieren das Chaperone Protein unter Stress Bedingungen in ihre Umgebung. GRP78 aktiviert Überlebenssignale auf der Zellmembran von Tumorzellen (Intrinsic Resistance) und schützt benachbarte Zellen im Stroma (Extrinsic Resistance). Endothelzellen sind vor anti-angiogenen Substanzen geschützt und Immunzellen werden in ihrer anti-tumoralen Aktivität beeinflusst. Ziel dieses Projekts ist die Aufklärung der molekularen Mechanismen mittels in vitro und in vivo Tumor Modellen.

 

Epitheliale Tumore produzieren verstärkt das Oberflächenprotein EpCAM. EpCAM wird ähnlich wie NOTCH in Tumorzellen und Stammzellen durch Membran-assoziierte Proteasen in einen solublen extrazellulären Teil (EpEX) und ein intrazelluläres Peptid (EpICD) gespalten. EpICD verstärkt die WNT-induzierte Transkription von c-myc. In diesem Projekt wird in klinischen Proben das Prozessieren von EpCAM untersucht bzw. die soluble EpEX Form in Liquid Biopsies von Patienten mittels eines „in house“ validierten ELISA Systems gemessen.

 

In Zusammenarbeit mit dem Labor für klinische Onkogenomik (Sektion Diagnostik) wird eine neue diagnostische Plattform (NGS) etabliert, mit der kosteneffizient Therapie- und Diagnostik-relevante Veränderungen von Genen im hämatologischen und soliden Tumoren erfasst werden können. In Gemeinschaftsprojekt „Molekulare Diagnostik und Personalisierte Krebsmedizin“ werden Methoden zur selektiven Zellanreicherung und  Isolierung von Nukleinsäuren aus Tumormaterial getestet. Anschließend wird ein „Myeloid & Lymphoid Sequencing Panel“ erstellt, das alle bekannten Mutationen/Translokationen bei hämatologischen Erkrankungen erfasst, die für Therapieentscheidungen und Prognostik relevant sind. In einem weiteren Schritt soll mittels tumortypischen DNA-Spuren (Driver-Mutationen) aus Serum/Plasma und anderen Körperflüssigkeiten („Liquid Biopsies“) ein „Driver Mutation Panel“ etabliert werden. Mit Hilfe dieser Daten soll die „Minimal Residual Disease“ (MRD) nach Tumortherapien und die frühzeitige Entdeckung von soliden Primärtumoren bzw. Tumorrezidiven verbessert werden.

 

aktuelle Publikationen