Myeloproliferative Syndrome
Die myeloproliferativen Syndrome umfassen eine Gruppe bösartiger Erkrankungen von blutbildenden Zellen mit myeloischen Merkmalen. Die einzelnen Subtypen werden nach WHO-Nomenklatur eingeteilt in: CML (chronische myeloische Leukämie), PV (Polyzythämia vera), ET (essentielle Thrombozythämie), CIMF (chronische idiopathische Myelofibrose) und andere seltene Subtypen.
Typisch sind Blutbildveränderungen, eine Vergrößerung der Milz (Splenomegalie) sowie eine Vergrößerung der Leber (Hepatomegalie).
Eine allogene Stammzelltransplantation stellt die einzig kurative Therapiemöglichkeit bei myeloproliferativen Erkrankungen dar und ist nur bei einem ausgewählten Patientengut durchführbar.
Seit kurzem stehen neben Zytostatika auch molekulare Inhibitoren (“targeted drugs“) für die Therapie der CML zur Verfügung, die möglicherweise auch ein kuratives Potential besitzen.

