FKK-Gebäude Aufstockung

Universitätsklinik für Innere Medizin V

Hämatologie & Onkologie

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Lymphome

Lymphome sind maligne Systemerkrankungen des lymphatischen Systems und werden einerseits in die Gruppe der Hodgkin-Lymphome und Non-Hodgkin-Lymphome, andererseits in B- und T-Zell-Lymphome eingeteilt.

 

Hodgkin-Lymphom

Das Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin) ist ein bösartiger Tumor des Lymphsystems mit B-Zellcharakteristika.

Die Erkrankung macht sich in der Regel durch schmerzlose Schwellungen von Lymphknoten bemerkbar; auch eine Vergrösserung von Leber und Milz (Hepato-/splenomegalie) bzw. ein Knochenmarksbefall können auftreten. Häufige Symptome sind Nachtschweiß, Fieber und Gewichtsabnahme (B-Symptomatik).

Das Hodgkin-Lymphom wird je nach Menge und Ausbreitung der vergrößerten Lymphknoten in unterschiedliche Stadien eingeteilt. Die Standardtherapie besteht aus einer kombinierten Radiochemotherapie, deren Intensität sich nach dem Krankheitsstadium richtet.

 

Non-Hodgkin-Lymphome (NHL)

Unter dem Sammelbegriff Non-Hodgkin-Lymphome werden alle jene malignen Lymphome zusammengefasst, die nicht die Diagnosekriterien des Morbus Hodgkin erfüllen. Non-Hodgkin Lymphome umfassen eine heterogene Gruppe von lymphatischen Neoplasien und werden entsprechend ihrer zellulären Abstammung in solche vom B- und T-Zelltyp eingeteilt.

Bei der Reifung lymphatischen Zellen werden verschiedene Differenzierungsstadien durchlaufen. Entsprechend dem Reifungsgrad der Lymphomzellen und dem klinischen Verlauf werden NHL in niedrigmaligne sowie hochmaligne (aggressive) NHL unterteilt.

Symptome sind ebenfalls schmerzlose Lymphknotenschwellungen, B-Symptomatik oder Blutbildveränderungen.

Die Behandlung erfolgt je nach Alter, Allgemeinzustand, Histologie und Stadium des Lymphoms und umfasst die Kombinationen von Radiotherapie, Chemotherapie und Immuntherapie mit spezifischen Antikörpern.